Datenrettung 24/7

Datenrettung von Solid State Drives

SSDs

Ein Solid State Drive (SSD) besteht im Vergleich zu einer herkömmlichen Festplatte nur aus elektronischen Komponenten. Dies macht sie wesentlich robuster betreffend Fallschäden, die Schreib- bzw. Lesegeschwindigkeit ist um ein Vielfaches höher und die daraus resultierenden Zugriffszeiten sind drastisch verringert. Aus diesem Grund kommen sie immer häufiger in RAID- und Datenbank-Lösungen zum Einsatz.

Datenrettung bei SSDs

Im Normalfall ist zwar kein Reinraumlabor notwendig, allerdings müssen bei schwerwiegenden Fällen die Speicherbausteine einzeln entlötet werden und mit speziell entwickelter Hardware separat ausgelesen werden. Diese Rohdaten können dann im Anschluss aufgrund von sogenannten Wear Leveling Algorithmen wieder zusammengesetzt werden.

Wear Leveling

Als Wear Leveling wird ein spezieller Algorithmus bezeichnet, welcher die Auslastung der einzelnen Speicherzellen einer SSD steuert. Dieser versucht, alle vorhandenen Speicherbausteine gleichermaßen auszulasten, um die „Lebenserwartung“ der SSD zu erhöhen und etwaige Ausfälle durch zu stark beanspruchte Speicherchips zu minimieren.

Hardware-Verschlüsselung

Das Hauptproblem bei einer Datenrettung von SSDs ist jedoch, dass Chipsatzhersteller bei manchen Modellen die Daten standardmäßig verschlüsseln, ohne dass der Kunde etwas davon bemerkt. Dies erschwert eine Datenrettung, da die Rohdaten zwar auslesbar sind, jedoch die Daten noch entschlüsselt werden müssen.
Datenrettung SSD Sandforce
Bild:
geöffnete SSD mit Sandforce Controller

Auszug SSD Hersteller

  • ADATA
  • Corsair
  • Crucial
  • Intel
  • OCZ
  • Samsung
  • Sandisk
  • Toshiba
  • Transcend

FAQ Datenwiederherstellung bei SSD Festplatten

Immer wieder werden uns Fragen zum Thema SSD Festplatten und Flash-Speichern (z.B. USB-Stick, Compact-Flash, SmartMedia, etc.) gestellt. Hier die Antworten:

SSD Datenträger werden nicht so leicht defekt wie Festplatten, oder?
Wir erhalten täglich SSD Festplatten zur Datenrekonstruktion in unseren Labors. Im Verhältnis zu Festplatten treffen SSD noch seltener ein, jedoch liegt das primär an der noch nicht so großen Verbreitung. Die Tendenz ist aber steigend. Die mechanische Belastbarkeit bei SSDs ist in der Regel größer als bei Festplatten, jedoch können bei SSDs elektronische Komponenten defekt werden. Eine SSD bzw. andere Flash-Datenträger bestehen aus einem Controller, welcher das Interface zum Computer und die interne Verwaltung der Speicherbausteine übernimmt. Speicherbausteine sind die zweite wesentliche Komponente, dort werden die Daten, Prüfsummen sowie interne Verwaltungsinformationen abgelegt.

Kann man von SSD Festplatten oder Flash-Speicher Daten rekonstruieren?
Ja! Die Vorgehensweise ist jedoch eine ganz andere wie bei Festplatten, bei denen oft mechanische Eingriffe im Reinraum notwendig sind. Bei defekten SSDs und anderen Flash-Datenträgern müssen meistens die einzelnen Speichersteine vom Medium entnommen werden. Das kann je nach Kapazität des Datenträgers und der Kapazität eines einzelnen Speicherbaustein ein Einzelner sein (z.B. bei kleinen Compact-Flash-Medien), aber auch 32 oder mehr Speichereinheiten (bei einer SSD Festplatten mit 256 GB können z.B. 32 Stück 8 GB Speicherbausteine verbaut sein). Diese einzelnen Speicherbausteine werden mit speziell entwickelter Hardware ausgelesen.

Ist Datenrettung von Flash-Medien und SSD-Datenträgern teuer?
Im Vergleich zu Festplatten bewegen sich Datenrettungen von SSD-Festplatten in einer ähnlichen Größenordnung, da sehr viel Aufwand beim Entlöten, Reinigen und Auslesen der Speicherchips anfällt. Einer der aufwendigsten Arbeitsschritte bei der Rekonstruktion von Flash-Medien ist das Zusammensetzen der Datenblöcke von den einzelnen Speichereinheiten zu einem virtuellen Image, von welchem das Dateisystem rekonstruiert werden kann. Es werden vom Hersteller sogenannte “Wear Levelling” Algorithmen eingesetzt. Diese helfen, die einzelnen empfindlichen Speicherblöcke (Cluster) möglichst gleichverteilt zu verwenden, damit nicht einzelne besonders stark belastet werden und früher ausfallen. Diese Algorithmen sind meistens streng geheim und von Modell zu Modell, von Serie zu Serie und von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Sie werden in unserer Forschungsabteilung reverse engineert, damit anschließend die Daten von Flash-Medien rekonstruiert werden können. Bei kleinen USB-Sticks, Compact-Flash-Karten, etc. ist Datenrettung aufgrund der geringeren Anzahl von Speicherbausteinen meistens deutlich billiger als bei SSD Festplatten.

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Ihr Ansprechpartner: DI (FH) Markus Häfele
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