Striping bezeichnet ein Verfahren der Datenverteilung, bei dem Daten in kleine Blöcke („Stripes“) auf mehrere Festplatten aufgeteilt und parallel gespeichert werden. Ziel ist eine Steigerung der Lese- und Schreibgeschwindigkeit, da mehrere Laufwerke gleichzeitig auf unterschiedliche Datenblöcke zugreifen können.
Das Verfahren wird insbesondere im RAID 0 (Stripeset) eingesetzt. Dabei werden die Daten ohne Redundanz über alle beteiligten Festplatten verteilt. Jeder Datenträger enthält nur einen Teil der Gesamtinformationen. Erst im Zusammenspiel aller Laufwerke ergibt sich der vollständige Datenbestand.
Ein wesentlicher Nachteil von Striping ohne zusätzliche Redundanz ist die fehlende Ausfallsicherheit. Fällt eine einzige Festplatte im Verbund aus, sind in der Regel alle Daten des gesamten Arrays betroffen, da die Datenfragmente nicht mehr vollständig rekonstruiert werden können.
Striping wird häufig dort eingesetzt, wo hohe Performance wichtiger ist als Datensicherheit, beispielsweise bei temporären Arbeitsdaten, Videoverarbeitung oder leistungsintensiven Anwendungen.